Freiwillige Feuerwehr Lüdersfeld

Kreisfeuerwehrbereitschaft übt in Bunkern und Schlucht

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Loccum (ade). „Hilfe, wann kommt denn endlich jemand?“ Die Schreie und Rufe der Jugendlichen, die sich als Verletzte zur Verfügung gestellt hatten, waren herzzerreißend. Doch Rettung für sie, die sie Verbrennungen erlitten hatten, nachdem in der Nähe eine Transportmaschine abgestürzt war, kam schnell – ebenso wie für die Opfer, die aus Bunkeranlagen und einer Schlucht geborgen werden mussten.

An eine ähnliche Übung kann Jens Thürnau, Pressesprecher der Kreisfeuerwehrbereitschaft, sich nicht erinnern. Immer dann, berichtet er, wenn in anderen Landkreisen Großeinsätze nötig seien, die mit eigenen Leuten nicht geschafft werden könnten, rückten die Kreisfeuerwehrbereitschaften aus. Zwei Abteilungen habe Schaumburg – Nord und Süd – auch daran, dass sie gemeinsam übten, kann er sich nicht erinnern.

Das Szenario, das sich den Feuerwehrleuten stellte, war der Absturz eines Flugzeuges, Trümmerteile, die in weitem Umfeld verstreut lagen, und Verletzte an vielen Orten: zehn Opfer allein in dem Haus, das auf dem Übungsplatz in der „Loccumer Heide“ steht, 13 Opfer, die zischen alten Bunkerteilen und in unwegsamem Gelände lagen, und weitere 13, die aus einer tiefen Schlucht geborgen werden mussten. Abgesehen von dem schwierigen Gelände hatten die Feuerwehrleute auch mit den Tücken der Technik zu kämpfen. Sollte die Einsatzleitung, die ihr Quartier im Loccumer Feuerwehrgerätehaus aufgeschlagen hatte, eigentlich mit den Feuerwehrleuten vor Ort per Handy in Kontakt stehen, machte ihnen der schlechte Empfang auf dem Übungsplatz einen Strich durch die Rechnung. So hätten sie eben wieder auf ihre Sprechfunkgeräte zurückgegriffen, erzählt Dirk Hahne, stellvertretender Leiter des Brandabschnitts Süd und Leiter der taktischen Übung. Schwierig sei es auch gewesen, dass alle 100 Fahrzeuge, die zu dem Einsatz kamen, nur über eine Zufahrt auf das Gelände konnten – ein Nadelöhr. „Im Ernstfall hätten wir uns eine zweite Zufahrt frei geschlagen“, sagt er – für diese Übung verzichteten sie darauf und nahmen Verzögerungen in Kauf. Ansonsten sei die Übung gut gelaufen, selbst das Verlegen der Schläuche bis zu einem vier Kilometer entfernten Bachlauf, der auch noch gestaut werden musste.

Was gut und schlecht war, darüber haben die Feuerwehrleute und alle anderen Beteiligten nach der Übung beim Essen aus der Feldküche an der Loccumer Sporthalle gesprochen.
Schaumburger Nachrichten vom 16.06.2012

Dieser Beitrag wurde am Dienstag, 26. Juni 2012 um 20:25 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Presseartikel abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

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