Freiwillige Feuerwehr Lüdersfeld

(5) T1 diverse Unwettereinsätze

Tags:

Datum: 27.05.2013
Uhrzeit: 08:58 Uhr
Einsatzende:
18:00 Uhr
Alarmierte Ortsfeuerwehren: Lüdersfeld, Lindhorst, Beckedorf, Heuerßen, Vornhagen und Ottensen
Einsatzort: Lindhorst, Lüdersfeld, Beckedorf, Vornhagen
Beschreibung:

Wieder einmal laufen in der Westsiedlung Keller voll

(b­t). Es war fast zu be­fürch­ten: Nach stun­den­lan­gen Re­gen­fäl­len von Sams­tag- bis Mon­tagnach­mit­tag stieg der Grund­was­ser­spie­gel so stark an, dass im Be­reich der Lind­hors­ter West­sied­lung in Mi­nu­ten­schnelle wie­der ein­mal Kel­ler voll­lie­fen. In mehr als zwan­zig Kel­lern stand das Was­ser bis zu 60 Zen­ti­me­tern hoch. Ei­nige Be­woh­ner schal­te­ten ei­gene Pum­pen ein, an man­chen Stel­len fiel der Strom aus.

Aus der in Becke­dorf am Wald­rand ge­le­ge­nen Al­bert-Schweit­zer-Straße er­reichte am Mon­tag ge­gen elf Uhr ein Hil­fe­ruf die Ein­satz­lei­tung der Feu­er­wehr im Lind­hors­ter Gerätehaus: Eine mehr als zwan­zig Me­ter hohe mäch­tige Ei­che hatte sich auf­grund des auf­ge­weich­ten Bo­dens quer ü­ber die schmale Fahr­bahn ge­legt. Glück im Un­glück hatte ein Passant, der sich nahe der Un­glücks­stelle auf­hielt, vom stür­zen­den Baum aber ver­fehlt wur­de. Da die Straße eine Sack­gasse ist, konn­ten Be­woh­ner, die im hin­te­ren Ver­lauf der Straße woh­nen, ih­ren Be­reich mit dem Auto nicht mehr ver­las­sen. Lind­horsts Orts­brand­meis­ter Jörg Böhnke und Ge­mein­de­brand­meis­ter Ralf Stö­ber, die die Hilfs­maß­nah­men in der Ein­satz­zen­trale im Feu­er­wehr­gerätehaus lei­te­ten, schick­ten Hel­fer mit zwei Ket­tensä­gen zum Ort des Ge­sche­hens. In Lü­ders­feld hieß es im Be­reich des Mei­er­stegs am Zie­gen­bach “­Land un­ter”. Bis zum Abend stie­gen die Flu­ten aber nicht wei­ter an und ver­schon­ten die Ge­bäude ent­lang der Straßen Mei­er­hof und An der Ka­pel­le. Um 7.29 Uhr war am Mon­tag der erste Hil­fe­ruf aus der Lind­hors­ter Feld­straße bei der Feu­er­wehr ein­ge­gan­gen. Wei­tere folg­ten un­mit­tel­bar da­nach. Jörg Böhnke alar­mierte zunächst nur die Lind­hors­ter Wehr und schickte seine Feu­er-wehr­wehr­ka­me­ra­den mit Lenz­pum­pen zur Hilfe in die be­trof­fe­nen Kel­ler. Aber schon bald stellte sich her­aus, dass der Ein­satz al­ler Weh­ren aus der Samt­ge­meinde not­wen­dig wur­de. Die Samt­ge­meinde – Ver­wal­tung wurde ü­ber das Aus­maß des Hoch­was­sers in Kennt­nis ge­setzt und in Ab­spra­che und mit Un­ter­stüt­zung der Bau­hof-Mit­ar­bei­ter wur­den rund 700 Sandsä­cke ge­füllt und ins­be­son­dere in Lü­ders­feld ver­teilt. Ins­ge­samt ka­men etwa 60 Feu­er­wehr­leute zum Ein­satz. Sie kämpf­ten stun­den­lang ge­gen die Re­gen­flu­ten an. Erst am späten Mon­tag­abend rück­ten die Kräfte – sie alle sind eh­ren­amt­lich tätig – ab, nach­dem sich die Lage an der Re­gen- und Hoch­was­ser­front leicht ent­spannt hat­te. Auf die Samt­ge­meinde kom­men für die Hil­fe­leis­tun­gen der Feu­er­wehr vor­aus­sicht­lich Kos­ten zwi­schen 5.000 und 10.000 Euro zu. Da­mit sind un­ter an­de­rem nach dem Ein­satz not­wen­dige Re­pa­ra­tu­ren zu be­glei­chen wie der Aus­fall ei­ner Lenz­pum­pe, die in­stand ge­setzt wer­den muss. Darü­ber hin­aus fal­len Kos­ten für die Er­stat­tung des Ver­dienst­aus­falls so­wie die not­wen­dige Ver­pfle­gung der Ein­satz­kräfte an.
Schaumburger Wochenblatt vom 29.05.2013
Bilder: Presseteam Kreisfeuerwehr Schaumburg

Link der Schaumburger Nachrichten:
http://www.sn-online.de/Schaumburg/Landkreis/Themen/Thema-des-Tages/Land-unter-in-Schaumburg

Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 29. Mai 2013 um 21:27 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Einsätze 2013 abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

«  –  »

Keine Kommentare

Noch keine Kommentare

Entschuldige, das Kommentarformular ist zurzeit geschlossen.

 

© stv.Ortsbrandmeister – Powered by WordPress – Design: Vlad (aka Perun)